Historie der Gemeinde Netzbach

Netzbach wurde 1092 -soweit bekannt- erstmals in einer Urkunde erwähnt.Schenkung eines Hofes in „Nezebach“ an das Albanstift in Mainz
Bedeutsamer Grundherr in unserem Raum war die Benediktinerabtei Prüm, der Karl der
Große 790 einige Ortschaften in unserer nächsten Umgebung schenkte (Haonstat/Kaldenbach/Heringae/Larheim/Nasongae – Nieder/Oberneisen u.a.).
Hof und Gut hatten auch das Zisterzienserinnenkloster Gnadenthal, das Bendik-tinerinnenkloster Dirstein, das Marienstift zu Diez und der Fronhof des St. Georgenstiftes zu Limburg in Netzbach. Vermutlich auch eine Mühle. Die Äbtissin und der Konvent des Klarissenklosters Bärbach erwerben im 15. Jh. eine Hofstatt und Ackergelände in Netzbach.

Im 15. Jh. hat Graf Johann von Katzenelnbogen Eigenleute in Netzbach, denen er seinen Schutz angedeihen lässt und wo er Einnahmen zu verzeichnen hat.
Die ehemalige Mühle von 1511 in der „Mühlgasse“ ist seit vielen Jahrzehnten nicht mehr in Betrieb. Das Gebäude ist heute Wohnhaus. Das Wohnzimmer befindet sich im ehemaligen Wasserhaus. Der Kaltenbach hat die Mühle betrieben. Über das Wehr wurde das Wasser aber auch zeitweise zur Bewässerung der landw. Grünflächen genutzt, dann hatte die Mühle Pause.
Die Wässerordnung wurde 1975 aufgehoben.
Hessenstraße
Durch Netzbach hindurch verläuft eine bedeutende Fernstraße des Mittelalters: die Hessenstraße. Sie führt von St. Goarshausen über Katzenelnbogen, Hahnstätten, Netzbach, Niederselters nach Wetzlar, Gießen und Marburg und verband die hessische Niedergrafschaft Katzenelnbogen und die Residenz Rheinfels-St. Goar mit der Landgrafschaft Hessen-Kassel.
Die Straße hieß auch in unserem Bereich „Rheinfelser oder Casselsche Landstraße“ (Bereich Hahnstätten, Netzbach und Heringen).
Vielleicht hat sie im frühen Mittelalter dem Kloster Prüm zum Abtransport der Erträge aus seinen Besitzungen an der Aar nach dem Tochterkloster St. Goar gedient.


In Hahnstätten erreicht man die Hessenstraße (alter Netzbacher Weg) vom Friedhof über die Dahlstraße, Goldborn. Ab Friedhof der Beschilderung Zuwegung zum Aarhöhenweg folgen. An der Pferdekoppel oberhalb von Hahnstätten geht es dann rechts zum Aar-Höhenweg und links an der Weide vorbei auf der Hessenstraße, bis die Landstraße erreicht wird.

Um das Jahr 1350 hatte das Lahngebiet seine größte Besiedlungsdichte. In dieser Zeit setzte eine Krise in der Landwirtschaft ein. Da die Besitzungen bei Erbschaften mehrmals geteilt wurden, reichte das Ackerland kaum mehr zur Ernährung der kleinbäuerlichen Familien aus.
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